Netflix-Pralinen der Woche #68

Aufgrund aktueller Ereignisse in der Netflix-Einkaufpolitik legen euch Minsen und Timo in Folge 68 zwei Pralinen des gleichen Regisseurs ans Herz – und zwar vom allseits beliebten Ausstattungs-Spezialisten Wes Anderson.

Seiner Liebe für Sets & Kostüme ließ Anderson beispielsweise in „Die Tieefseetaucher“ freien Lauf, für den sich Minsen entschieden hat. Der Streifen mit Bill Murray als Kapitän Steve Zissou, ein berühmter Ozeanograph und Dokumentarfilmer, erschien im Jahr 2004 und verzauberte mit seinem Charme und einem großen Staraufgebot Zuschauer in aller Welt. Eine Mischung aus Familiengeschichte, Vater-Sohn-Drama und Abenteuerfilm, verpackt als leise Komödie.

Timo hingegen wählte ein Anderson-Werk, das nicht seine typischen Trademarks im Hinblick auf ausufernde Set-Designs enthält. In „Rushmore“ gab Jason Schwartzman, der sich später zu einem Wes Anderson-Liebling entwickeln sollte, sein Schauspieldebüt neben Bill Murray. Er spielt den Schüler und Sonderling Max Fischer, der sich Hals über Kopf in eine verwitwete Lehrerin verliebt, aber Konkurrenz von Bill Murray bekommt, woraufhin ein Kleinkrieg zwischen den beiden entbrennt. Sein subtiler Humor, eine Prise Gesellschaftskritik und etwas schwarzer Humor machen den Film zu einer absoluten Indie-Perle.

Netflix-Pralinen der Woche #67

IN Serie gegangen sind wir schon vor einiger Zeit. In Folge 67 gehen wir mal wieder AUF Serien ein und beleuchten in einem Double-Feature Riverdale und Sneaky Pete. Wie immer gibt es auch noch ein paar Sehempfehlungen für die Äuglein dazu.

Timo ist in Zockerlaune empfiehlt diese Woche Rounders. Es geht um das junge Poker-Ass Mike (Matt Damon) der aus seinem Spieler-Ruhestand zurückkehrt, um einem alten Freund (Ed Norton) finanziell aus der Patsche zu helfen. Wer mit der Thematik etwas anfangen kann, ist nur einen Klick davon entfernt hier sein Glück zu finden. Die Chancen stehen ganz gut.

Minsen macht zusätzlich auf ein neues Comedy-Feature von Dave Chappelle aufmerksam. Einmal wurde hierbei in Hollywood und einmal in Texas gefilmt. Es gibt erneut (endlich wieder) einen komödiantischen Rundumschlag, wie man ihn von Chappelle kennt. Das heißt automatisch: Es wird vor keinem Tabu halt gemacht. Für Fans von Stand-Up-Comedy und fiesem Humor ist das Special eine klare Empfehlung.

 

Netflix-Pralinen der Woche #66

Wir haben wieder zwei Sehempfehlungen für euch: eine ist eine poppige Liebeskomödie, die auf Hawaii spielt, die andere ist ein Doppelpack bitterböser Dramedy aus den Tiefen Österreichs.

Minsen hat diese Woche, um die Tonlage von „Love“ aufzugreifen, Nie wieder Sex mit der Ex (a.k.a. Forgetting Sarah Marshall) auserwählt. Der Film glänzt mit liebenswertem Humor, der gekonnt eine gute Balance zwischen fies und feinfühlig einhält. Spätestens bei der Szene mit dem Dracula-Musical dürfte der Streifen so einige Herzen erobert haben.

Timo hingegen schlägt diese Woche gleich zweimal zu. In der Serie Braunschlag geht es um einen Bürgermeister, der seinen Ort vor dem Bankrott retten will, indem er eine Marien-Erscheinung vortäuscht. Es darf gelacht werden. Noch mehr Abgründe eröffnen sich in seiner zweiten Empfehlung Altes Geld, in der sich die Nachkommen eines Superreichen über 8 Folgen hinweg um dessen Erbe streiten. Wer die Kohle letztendlich in die Finger bekommt, hängt hierbei davon ab, wer zuerst eine dringend benötigte Spenderleber auftreiben kann. Timo bestätigt: Es handelt sich um waschechte Geheimtipps!

Netflix-Pralinen der Woche #65

2Stunden, 12 Minuten und 25 Sekunden haben Timo und Minsen über Gott und Welt geschwafelt. Wer am Ende kurz vor den Filmtipps keine Puste mehr hatte, kann hier auch nachlesen was diesmal für Pralinen empfohlen wurden:

Timo legt dem Zuschauer Auge um Auge nahe. In dem Provinz-Crime-Thriller kann man Casey Affleck (kürzlich erst ausgezeichnet für Manchester by the Sea) als Straßenkämpfer sehen, der mit blanken Fäusten versucht seine Spielschulden mit illegalen Fights abzubauen. Sein Bruder Russell (gespielt von Christian Bale), der von einer Gefängnisstrafe zurückkommt, versucht seinen Bruder nun aus dem Sumpf des Verbrechens zu ziehen. An den Kinokassen ist der Film leider gefloppt, obwohl er mit vielen brillianten Schauspielern ausgestattet ist. Absolut unverdient, denn es handelt sich hier um einen ordentliches Produkt.

Minsen hingegen ist aufgefallen, dass LAmmbock (der Vorgänger zu LOmmbock) sich aktuell in der Online-Auswahl von Netflix befindet. Wer die deutsche Filmperle mit Moritz Bleibtreu und Lucas Gregorowicz noch nicht gesehen hat, sollte seine Bildungslücke schnellstmöglich auffüllen. Hier handelt es sich zwar nicht um einen Meilenstein der Filmgeschichte, aber in gewisser Weise um deutsches Kulturgut. Trotz einiger Schwächen und fragwürdigen Szenen, ist der Film gespickt mit zahlreichen ikonischen Charakteren und Dialogen, die aus „Lammbock – Alles in Handarbeit“ 93 Minuten knackiger Unterhaltung machen. Fazit: eine der besten Kiffer-Komödien.

Netflix-Pralinen der Woche #64

Die goldenen Glatzköpfe wurden vergeben und die Podcast-Boys haben noch einmal ihre Eindrücke zur Verleihungszeremonie auf Tonband aufgenommen. Nichtsdestotrotz gibt es auch diese Woche, nicht nur auf dem Red Carpet, sondern auch im Netflix-Programm einiges zu bestaunen.

Minsen hat für euch On the Waterfront a.k.a. Die Faust im Nacken hervorgeholt und abgestaubt. In dem schwarz-weiß gefärbten Lichtspiel gibt es Marlon Brando in Topform zu bestaunen, der sich als gescheiterter Boxer am Hafen durchschlägt. Es geht um eine riskante Liebe, die durch Korruption und soziale Ungerechtigkeit bedroht wird. Prädikat: wertvoll.

Timo bietet als Kontrastprogramm Adaptation an. Hierbei handelt es sich um einen Meta-Film über das Verfilmen von Büchern, wobei Nicolas Cage Zwillinge spielt. Geschrieben von Charlie Kaufmann, der gleichzeitig Hauptcharakter und Author fungiert, und umgesetzt von Spike Jonze; mit Meryl Streep, Chris Cooper und Tilda Swinton vor der Kamera. Also: Könner am Werk.